2012

Neubau einer Zweifachsporthalle in Sendenhorst, Kreis Albersloh

Entwurfserläuterungen:
Unser Hallenentwurf ist als Höhe- und Endpunkt in der Entwicklung des Sportgeländes gedacht. Er schließt den Bereich nach Osten ab. Das transparente Foyer soll über einen Vorplatz zur Adolfshöhe im Süden erschlossen werden. Der Platz bietet Raum für die auf Einlaß zum Spielbeginn Wartenden und in der Halbzeit den Spielverlauf diskutierenden Zuschauer. Für die mit einem PKW Ankommenden werden die bestehenden Stellplätze entlang der Adolfshöhe durch eine parallele Stellplatzanlage auf dem Grundstück erweitert.

Der Neubau fügt einen Riegel entlang der östlichen Grundstücksgrenze und das allseitig abgewalmte Hallenvolumen zusammen, das sich zu den Sportplätzen orientiert. Die schrägen Flächen oberhalb der inneren Prallwände der Halle befinden sich über den Sicherheitsstreifen um das Handball-Kleinspielfeld sowie über dem Zuschauerbereich. Wir denken, daß die Hallenform dem Bau eine gewisse sportliche Dynamik gibt. Die östliche Schräge der Hallenfassade überdeckt und belichtet zudem das Sportlerfoyer, einen aufgeweiteten Bereich zwischen Umkleiden und Hallenzugang. Hier sollen sich die Mannschaften vor dem gemeinsamen Einzug in die Halle sammeln.

Die schrägen Fassadenflächen der Halle planen wir aus transluszenten, opaken Polycarbonat-Platten, die während des Tages einerseits unerwünschte Blendungen ausschließen, andererseits soviel Licht in den Hallenraum lassen, daß die Tageszeiten erlebbar bleiben und der Einsatz künstlicher Beleuchtung minimiert wird. Von außen wirkt der fast fugenlose Hallenkörper bei Tage fast entmaterialisiert und auf einem Sockel schwebend. Bei Nacht entfaltet die Transparenz seiner Hülle eine farbig leuchtende Fernwirkung. Das Primärtragwerk der Halle planen wir aus Furnierschichtholzrahmen, die eine Sekundärpfettenkonstuktion abtragen.